Über die Enstehung von "Heilig"

Hallo,

 

mit 19 schrieb ich mein erstes Lied „Everytime“, das war 1999. Seitdem ist viel Zeit vergangen. Was war in all den Jahren dazwischen?  Etwa um 2003 rum, gab ich ein erstes Konzert, anlässlich meines Abschieds aus dem CVJM Lehrberg. 

In den Jahren darauf versuchte ich 2-3 Bandprojekte, wobei der Fokus auf eher etablierte Kirchenlieder lag und kaum auf meinem Werken. „Ray of Light“, ein Projekt welches noch ohne Namen war und „Deep Desire“ lagen dabei auf meinem Weg. Ein paar Auftritte, ein Konzert in der Ansbacher Karlshalle, mehr entstand daraus leider nicht. Deep Desire war durchaus verheißungsvoll, doch der Schlagzeuger setzte seinen Fokus mehr auf Rock/Hardrock und so ging die Formation schnell auseinander. Auch mein Dienst im CVJM Ansbach im Musikteam, ermöglichte keine Plattform, meine eigenen Lieder und Musik zu präsentieren. 

Als junger Mensch ist es nicht einfach, so viele Lieder aufs Herz gelegt bekommen zu haben und sie dann kaum einem Publikum zugänglich zu machen. Letztlich spielte ich die Lieder nur noch in Kleingruppen oder Hauskreisen und machte kaum bekannt, dass dies eigene Werke waren. 

In meiner Zeit als Lobpreisleiter in einem Gemeindegründungsprojekt in der Oberpfalz, wagte ich einen Anlauf eigene Songs in den Gottesdienst zu etablieren. Nach einer eher abfälligen Bemerkung des Gemeindeleiters, unterließ ich dies dann auch. 

 

Als ein Freund von mir an Krebs verstarb, ging vieles in mir vor. Bis zu diesem Zeitpunkt, dachte ich immer, ich hätte noch sehr viel Zeit. Aber zu sehen, wie Gott Vater einen Mann, der ein Kinderheim in Afrika leitete, aus dem irdischen Leben herausnahm, brachte mich sehr zum Nachdenken. Die „Schätze“ die mir Gott Vater anvertraut hatte, lagen vergraben und verborgen im „Acker“. Diese Lieder, diese Texte und Melodien konnten niemanden ermutigen, niemanden Trösten, niemandes Glauben stärken. Ich habe das, was sich erhalten habe anderen vorenthalten. 

Ich gab ein weiteres Konzert in Ansbach, die Teilnahme war ok, einige Freunde, Verwandte und Leute aus der Kirche kamen, aber eher überschaubar. 

Danach kam eine Coronainfektion, die seitdem meine Singstimme stark beinträchtig. Ich werde schnell heißer, die Stimmbänder kratzen sehr schnell. Ein weiterer Rückschlag. 

Aber Gott Vater hat seine Wege, auch für mich. Vor einigen Wochen, spontan aus einer Laune heraus, interessierte ich mich für KI. Ich habe auf sozial Media einige Posts gesehen, wo bekannte Lieder einen anderen Stil bekamen. Das macht mich neugierig und ich probierte „SUNO.AI“ aus.

Mit meiner schwachen, unsauberen Stimme sang ich „Hier als dein Kind“ ein, mit meiner Gitarre gab ich Speed, Akkorde und Rhythmus vor und dann klickte ich auf create. Das erste Ergebnis war schon überwältigend. Dennoch brauchte es noch viele Versuche, da ich unbedingt das Glockenspiel in diesem Lied haben wollte. Der Weg zum Album „Heilig“ tat sich auf. 

Nun, KI. Ich denke, viele werden damit ein großes Problem haben. Ich gebe zu, vor einige Jahren wäre ich wohl selbst ein starker Kritiker gewesen. 

Doch was macht die KI, zumindest in meinem Fall? Sie schreibt weder die Texte noch die Melodien, sie gibt weder den Stil noch den Rhythmus vor. Sie macht das, was eine professionelles Tonstudio macht, nur in sehr viel kürzerer Zeit und wesentlich kostengünstiger und eben weiniger zeitaufwendig. 

Für Menschen wie mich, ein Weg, eine Lösung, das mir anvertraute in einer sehr guten Qualität anderen Menschen zugänglich zu machen.

Die Lieder kommen von Herzen, viel mehr würde ich sagen, sie wurden mir geschenkt, eine Gabe, vom heiligen Geist in mein Herz gelegt. 

Mir ist bewusst, dass ich musikalisch nicht die Ausbildung, die Qualifikation oder das Know How habe, solche Musik aus mir heraus zu produzieren, daher alle Ehre dem, der alles gibt, auch die Musik. Jetzt ist das Album fertig und Du kannst dir die Lieder anhören. Hinter all den Liedern ist ein Mensch, der seit seinem 17. Lebensjahr mit Jesus geht, Höhen und Tiefen erlebte und nun im Gehorsam und Glauben etwas mit dir geteilt hat. Ich hoffe und bete, sehr zum Segen. Sei gesegnet, 

Stefan Becher